Opening
 
 
 

 



Yvonne | 2009



Union City Blue | 2010


Boys Keep Swinging | 2010


Electric Avenue| 2010





Power Drift | 2010




If Paradise Is Half As Nice| 2012





Linda laughing | 2011



Obsesssion | 2012


Tomorrow Flamingo ! | 2012



True Colors| 2010

 





Opening
Für die Fotoserie Opening (2009- 2012) war der Ausgangspunkt die kritische Befragung des (schönen) Scheins des Konsums und der Wertschätzung des Schönen sowie die Frage nach der Konsequenzen und Einflussnahmen medialer Inszenierungen auf das individuelle und gesellschaftliche Leben - und dokumentiert in einer offenen Bilderfolge die thematischen Schwerpunkte dieser künstlerischen Auseinandersetzung. Im Zentrum steht dabei das komplexe Feld von medialen Inszenierungen, Stilisierungen und Manipulationen im öffentlichen Leben und die Frage nach der Bedeutung eines schleichenden Eindringens inszenierter Bilder in eigene Identitätskonstruktionen. Gerade in Krisenzeiten, wenn die Marktwirtschaft ihre hässliche Seite nicht mehr ganz hinter dem schönen Schein des Konsums verbergen kann, wird an der Wertschätzung des Schönen ungebrochen festgehalten. Diese Sehnsucht nach Schönheit impliziert zum einen die Hoffnung auf bessere Zeiten und zum anderen einen ästhetischen Widerstand gegen eine unwirtliche Welt.



La nuit américaine | 2010


Mechanismen und Fiktionen einer Identitätskonstruktion
Die Omipräsenz der Kamera und elektronischer Medien verändert die Wahrnehmung unseres eigenen Körpers und damit unseres Ichs. Gleichzeitig konfrontiert uns die permanente Vernetzung mit einer wachsende Flut von Information und audiovisuellen Materialien. Das Leben mit und in medialen Bildern berührt uns vielfach und häufig unbewusst. Ein unermüdlicher und damit zentraler Motor in der Schönheitsproduktion ist die Mode. Um diesen am Laufen zu halten, muss er äußerst wandlungs- und anpassungsfähig sein. Denn was als „schön“ wahrgenommen wird, bestimmt der sich ständige wandelnde Zeitgeschmack, der immer kurzlebigere Zyklen durchläuft.

Malone| 2010

Doch trotz allem Changierens: Das transportierte Körperideal scheint eine feste Konstante zu sein. In der medialen Abbildung der Modewelt bleibt der Blick auf den menschlichen Körper ein verzerrter. Die Vergänglichkeit der Jugend und eine mögliche Wertschätzung von Natürlichkeit werden zugunsten der perfekten, idealisierten Silhouette ausgeblendet. Meine fotografischen Arbeiten befassen sich mit der Konstruktion von Identität unter dem Einfluss digitaler Medien. Mit künstlerischen Re-enactments und profan anmutenden Kopien werden die Mechanismen der Präsentation von verführerischen Schönheitsidealen, perfekten Oberflächen und luxuriöser Makellosigkeit in der als glamourös geltenden Modewelt als leere Hüllen des Selbstzwecks dechiffriert.

DENVER & DALLAS | 2010



rosafarbenes Gefieder
In gewisser Weise ist Schönheit genauso künstlich wie alles andere, so dass man alles Hässliche in Frage stellen muss, als Konstrukt. Mit ihren künstlerischen Re-enactments wird der Mechanismus von verführerischen Schönheitsidealen, perfekten Oberflächen und luxuriöser Makellosigkeit in der als glamourös geltenden Modewelt als leere Hüllen des Selbstzwecks dechiffriert. In der Serie FLAMIGO spricht catrine Val das Klischee der Frau der 50er/60er Jahre. Dennoch geht es ihr nicht um ein inneres Bedürfnis der Verkleidung, sondern um die Verwendung des eigenen Körpers. Der verzerrte Blick auf den menschlichen Körper wird dabei ebenso offen gelegt wie seine Deformation in der medialen Abbildung und der künstliche Widerstand gegen einen als natürlich zu verstehenden Alterungsprozess. Ihre Bilder könnte man als Rollenspiel interpretieren, indem sie als Künstlerin ihren Körper als Material empfindet und dementsprechend benutzt und einsetzt. Im Selbstexperiment wird dieser zur Projektionsfläche und zum modellierbaren Material, der dem Diktat der Mode – und damit häufig dem männlichen Blick – unterworfen wird.


Formicula | 2009


Der Bereich des Modischen fungiert in meinen Analysen dabei als Spiegel des Gesellschaftlichen. Sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der schlanke, dynamische Körper und der nie enden wollende Jugendwahn im System immanent sind. Die Fotoserie bewegt sich zwischen den Sphären der Mode und Performance, Kritik und Klamauk. Das Fotostudio wurde zur Bühne inszenierter Fotografie. Catrine Val verwandelt sich von oft zusammengewürfelten, aber verblüffenden Verkleidungen immer wieder aufs Neue. Dreh- und Angelpunkt ihres Werks ist die Konstruktion. Sie ist das bewusst augenfällige Element im akribischen Prozess von Vals Verwandlung; zudem wird das Konstrukt, das Künstliche sozusagen, in jedem Selbstporträt entwirrt.

 


She Bop | 2012

Die Inszenierung ihrer Arbeiten und deren Posen münden in reizvoll beliebigen Darstellungen der Widersprüche des Frauseins im 21. Jahrhundert. Das Werk macht die Neugierde der Künstlerin an der Welt der Gegenstände ganz offensichtlich, und das Ausmaß an Arbeiten unterstreicht dies noch. Vals Selbstdarstellung und ihre Verflechtung mit der Umgebung – wobei beides nicht immer vorhanden ist – sprechen eine nicht ganz so neue Obsession gegenüber allem, was angefasst, besessen und sogar manipuliert werden kann, an. Jede ihrer Arbeiten ist ein Konstrukt aus Erinnerung, Traum und Erfindung.


DONKEY MONKEY | 2011

Allen Arbeiten gemein ist das Reflektieren und Agieren in einer sich rasant veränderten Gegenwart und die Suche nach einer unverwechselbaren Identität. Das Auflösen der Privatsphäre und des Individuellen durch eine expandierende Kommunikationstechnologie verweist auf einen nicht endenden Wandelungsprozess und stellt die Konsequenzen zur Disposition.

 






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